Freitag, 1. Juli 2016

Stur wie ein Esel

Nö ich geh nicht weiter! Ich will lieber in die andere Richtung!

Manchmal bin ich wirklich am verzweifeln! Wera ist so dermaßen stur, das glaubt man nicht. Seit ein paar Wochen weigert sie sich standhadt mit mir morgens rauszugehen und ich kann sie durch nichts dazu bewegen mitzukommen. Das Problem das sie abends nicht mehr gehen möchte haben wir ja schon länger, aber ihr Verhalten hat jetzt eine neue Dimension der Sturheit erreicht. 

 
In seltenen Fällen bekomme ich sie noch dazu mit mir vor die Haustür zu gehen (aber spätestens da bockt sie dann), in den meisten Fällen streikt sie aber bereits im Hausflur. Die Sache wäre nicht weiter tragisch, wenn ich sie spät abends nochmal rausbekommen würde, dass sie nochmal ihr kleines Geschäft erledigen kann - aber Pustekuchen! Weder abends noch morgens bekomme ich sie raus. Weder vor noch zurück, noch rechts noch links. Es ist nichts zu machen und ich bin mit meinem Latein am Ende. Wera und ich kommen nachmittags meist gegen 17-18 Uhr vom Gassi wieder nach Hause und sie hält dann knallhart von da an bis Mittags ein (was bestimmt auch nicht sonderlich gesund ist) und ich habe den Verdacht, sie geht dann auch nur gezwungenermaßen, weil es dann zu sehr "drückt".

Am Anfang habe ich noch versucht sie ein Stück mitzuzerren in der Hoffnung, dass sie dann villt von allein weitergeht, aber dadurch wird sie nur noch bockiger und stemmt alles vier Pfoten in den Boden. Ihr Blick scheint dann immer zu sagen: "Frauchen vergiss es! Mich bekommst du hier nicht weg!"
Inzwischen hat sie auch angefangen dieses Verhalten auf den Spaziergängen nachmittags zu zeigen, wenn ich nicht den Weg gehen will, den Madame gehen möchte. Sie legt sich dann auf den Boden und ist unter keinen Umständen zum weitergehen zu bewegen. Wie ihr euch sicherlich denken könnt, ist das ziemlich anstrengend.

Am Anfang dachte ich ja noch es wäre nur eine Phase von ihr, aber es wurde und wurde nicht besser, ja es wurde sogar eher noch schlimmer. Also bin ich diese Woche mit Wera zum Tierarzt gefahren um auszuschließen, dass sie irgendwelche Schmerzen hat und deswegen nicht laufen will. Was soll ich sagen? Der Doc hat äußerlich nichts gefunden und auch ihre Blutwerte waren vollkommen in Ordnung. Er meinte dann es könnte was psychisches sein, weil Wera so ein Sensibelchen ist. Allerdings ist mir nichts im Gedächtnis geblieben, was sie so verschreckt haben könnte, dass sie bei uns vor der Tür nicht mehr gehen will. Oder ist es doch nur ihre Sturheit? Sie bockt ja inzwischen auch nachmittags, wenn es nicht nach ihrem Kopf geht.

Habt ihr irgendwelche Tipps für mich? Oder hatte euer Hund vielleicht auch schonmal so eine Phase?

Kommentare:

  1. Ich muss zugeben, so ein Problem hatte ich zum Glück noch nie (nur ganz früher mal mit Lady, aber da nur bei Regen)!
    So aus der Ferne denke ich, ist Hilfestellung nicht zu leisten. Wenn das Verhalten so extrem ist - und auch sicher nicht gesund für Wera - da würde ich sicher mal einen guten Trainer um Rat fragen und ihn bitten, sich das mal anzuschauen. Er kann vielleicht etwas erkennen und euch helfen!

    Ich bin gespannt wie es hier weitergeht.
    Liebe Grüße,

    Isabella mit Damon und Cara

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  2. Ich kenne solche Phasen auch bei Socke. Natürlich denke ich sofort es geht ihr schlecht und sie kann nicht laufen. Insoweit finde ich es gut, dass Du erst einmal zum Arzt gegangen bist. Welch ein Segen, dass nichts Schlimmes mit Wera ist.

    Unsere Hundetrainerin sagte damals, dass wir in den Situatuionen nicht mit Socke reden sollten. Wir sollten sehr aufgerichtet sein, den Kopf gerade gerichtet in die gewünschte Richtung laufen. Ein wenig Zug in die Leine geben und einfach weiter laufen. Das hat schon geholfen. Aber ich mache das recht ungern und versuche Socke durch das Werfen von Leckerchen zu animieren oder ich hopse und motiviere sie mit „Schau mal, was dort ist“…

    Aber wahrscheinlich ist es richtig, was Isabella schreibt und Du solltest mal einen Tiertrainer fragen. Der kann Euch bestimmt helfen…. Wir sind gespannt.

    Viele liebe Grüße
    Sabine mit Socke

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