Freitag, 15. Juli 2016

Wir gehen in den Kindergarten! Part 2


Hallo zusammen!

An dieser Stelle möchte ich euch erzählen, wie es weiter ging mit Wera und der Kindergarten-Geschichte. Wer den 1. Teil verpasst hat, kann die Vorgeschichte gerne hier nochmal nachlesen :D

Der Tag war also gekommen. Ich muss sagen, ich war doch ziemlich nervös, angesichts dem bevorstehenden Ereignis. Natürlich versuchte ich ruhig zu bleiben und meine Nervosität zu überspielen, aber ich glaube so ganz gelang es mir nicht.

Wir fuhren also los und ich hatte das Gefühl Wera wusste ganz genau, dass gleich etwas Neues und Spannendes passieren würde. Wir waren fast eine halbe Stunde zu früh am Platz und so hatte Wera nochmal ausgiebig Zeit alles in Ruhe abzuschnuffeln und sich umzusehen. Nach einiger Zeit tauchten dann auch die ersten Zwei- und Vierbeiner auf und was soll ich sagen? Meine Pöbel-Liese zeigte sich natürlich von ihrer aller besten Seite. Soll heißen: sie motzte was das Zeug hielt. Super, dachte ich mir, das ist ja ein klasse Einstieg! Nach einigen Minuten beruhigte sich Wera jedoch und die allmählich eintrudelnden Mensch-Hund-Gespanne wurden nur noch mit einen Kommt-mir-bloß-nicht-zu-nahe-Knurren bedacht. Ich merkte, dass Wera angespannt wie ein Flitzebogen war und fragte mich still, ob das hier die richtige Entscheidung war.

Dann kam Sandra, die Trainerin. Wera ist ja bei fremden Menschen, nunja, erstmal ein wenig zurückhaltend. Erstaunlicherweise ging sie aber auf Sandra freudestrahlend und schwanzwedelnd zu, als ob sie sich schon Jahre kennen würden und die besten Freunde wären. Da war ich natürlich erstmal baff! Aber es nahm auch die Anspannung von mir, denn wenn mein super unsicherer Hund den Menschen für in Ordnung hält, dann liegt sie damit auch meist richtig.

So gingen wir auf den Platz und wurden zunächst ins Exil geschickt, sprich in den kleineren abgezäunten Welpenauslauf ;D Dort sollte sich Wera erstmal die anderen Hunde von Weitem anschauen und durch das Gitter langsam Kontakt aufnehmen. Nachdem alle Hunde frei waren, kamen natürlich erstmal alle Vierbeiner auf uns zugestürmt, um zu schauen, wer die Neuankömmlinge denn sind. Und Wera legte natürlich sofort mit Bellen los, sodass sich die anderen recht schnell wieder trollten und uns nicht weiter beachteten. Als die Gruppe jedoch anfing miteinander zu rolzen und zu spielen und über den Platz zu pesen, schaute Wera faziniert zu und konnte die ganze Szenerie nicht wirklich einordnen. Und als sie die spielende Gruppe unserem Zaun näherte, rannte Wera sogar ein Stückchen am Zaun mit. Ich wertete das als gutes Zeichen. Und auch als vereinzelt Hunde zu uns ans Gitter kamen, verbellte Wera sie nicht (alle ;D), sondern beschnüffelte sie und täuschte sogar das ein oder andere mal an. Da war ich natürlich so richtig happy!

Die Hunde waren ein bunt zusammengewürfelter Haufen. Alles war vertreten: klein und große, Mischlinge und Reinrassige. Aber alle schienen sehr lieb und verträglich zu sein. Die erste Stunde im Kindergarten verbrachten Wera und ich also im Exil. Für mich war das in Ordnung und Wera schien auch ganz froh darüber zu sein. Am Ende der Stunde, als alle anderen schon den Platz verlassen hatten, sprach ich mit Sandra. Sie meinte, dass Wera sehr unsicher wäre und sie sie zunächst nicht mit in die große Gruppe lassen wollen würde, da das mit Sicherheit nicht gut ginge. Ich war da ganz ihrer Meinung. Wera war schon mit der Situation im Exil leicht überfordert. Wie sollte das dann erst werden, wenn man sie auf die große Gruppe losließ? Sandra schlug vor, dass wir in der nächsten Stunden schauen würden, wen Wera von den Vierbeinern toll findet und den dann zu ihr ins Exil schickt. So könnte man das mit jedem Hund machen, sodass Wera erstmal alle Hunde einzeln kennenlernen kann und dann wenn alles gut läuft in die große Gruppe kommt.

Gesagt getan! In den nächsten Stunden lernte Wera jedes Mal einen anderen Hund kennen und fühlte sich sichtlich wohl dabei. Im Exil spielte sie, rannte und täuschte an. Auch als 2 Hunde zu ihr ins Exil kamen, war alles cool. Wera hatte auch sichtlich Freude daran in den Kindergarten zu gehen und war jedes Mal super aufgeregt und hibbelig und konnte es kaum abwarten. Und ich war natürlich auch super happy, das meine Motz-Kuh so viel Spaß mit den anderen Vierbeinern hatte. Nachdem Wera so gut wie jeden Hund nun einzeln kennenlernte konnte, meinte Sandra es wäre so weit: das nächste Mal probieren wir es in der großen Gruppe! Ich sollte aber vorsichtshalber einen Maulkorb mitbringen.

*schluck* Das wars also. Die Schonfrist war vorbei. Wir wurden aus dem Exil geholt! 

Wie Wera ihre erste Stunde in der großen Gruppe überstanden hat und wie sie sich heute im Kindergarten verhält, erzählen wir euch das nächste Mal.

1 Kommentar:

  1. Ich finde das hört sich richtig gut an. Wera konnte sich langsam an die Hunde gewöhnen…. Ich bin natürlich sehr gespannt, wie es weitergeht…

    Viele liebe Grüße
    Sabine mit Socke

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